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STOAG Schriftzug
15. November 2017

STOAG kauft Busse mit modernsten Dieselmotoren


15 neue Linienbusse vom Typ Mercedes-Benz Citaro II gehören jetzt zum Fuhrpark der STOAG: fünf Solobusse und zehn Gelenkbusse. Die Busse erfüllen die derzeit aktuellste Abgasnorm EURO VI. Damit hat die STOAG insgesamt in diesem Jahr rund 7,3 Mio. Euro in ihre Fahrzeugflotte investiert.

Der Einsatz von Bussen mit umweltfreundlicher Technologie ist bei der STOAG schon lange eine Selbstverständlichkeit. „Wir investieren fast jedes Jahr in neue Busse und verfügen deshalb über eine moderne Busflotte mit niedrigem Durchschnittsalter. Das liegt jetzt bei 6,4 Jahren“, so Werner Overkamp, Geschäftsführer der STOAG. „Nun haben wir die zweite Lieferung von Bussen mit Euro 6-Motor in diesem Jahr erhalten.“ Die 15 neuen Gelenk- und Solobusse lösen 15 alte Busse mit der Abgasnorm Euro 3 aus den Jahren 2005 und 2006 ab, die eine Laufleistung von rund 700.000 - 900.000 km pro Fahrzeug haben. Die ersten neuen Busse werden ca. in einer Woche im Linienverkehr eingesetzt, zurzeit werden sie noch mit der erforderlichen Nachrichtentechnik ausgerüstet. 

Stickoxide deutlich reduziert

Die europäische Abgasnorm legt für Kraftfahrzeuge Grenzwerte für den Ausstoß von Luftschadstoffen fest. Wurden in der Vergangenheit vor allem die Grenzwerte bei Feinstaub (PM) und Kohlenmonoxid (CO) verschärft, sind bei der EURO VI Abgasnorm die Grenzwerte für Stickstoffoxid (NOx) deutlich reduziert. Die gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxid-belastungen stehen bei der Diskussion um Fahrverbote von Dieselfahrzeugen und der Grenzwertüberschreitung in Oberhausen auf der Mülheimer Straße im Fokus.

„Die Emissionen pro Fahrgast“, so Werner Overkamp, „sind in einem modernen EURO-VI-Linienbus des ÖPNV de facto kaum noch relevant.“  

Auszug aus den Emissionsgrenzwerten für Busse > 3,5t

Norm

EURO III

EURO IV

EURO V

EEV

EURO VI

CO (g/kWh)

5,45

4,0

4,0

3,0

4,0

NOx(g/kWh)

5  

3,5

2,0

2,2

0,46

PM (g/kWh)

0,16

0,03

0,03

0,02

0,01

                                                                                Nach: Umweltbundesamt

 

Die Beschaffung von Dieselbussen mit Euro 6-Motor fügt sich ein in das Maßnahmenpaket der Stadt Oberhausen zur Einhaltung der Luftqualitätsgrenzwerte zum 1. Januar 2018.  

Im kommenden Jahr wird die STOAG weitere 16 Dieselbusse beschaffen. „Selbstverständlich setzen wir auch weiter auf Elektrobusse“, so Werner Overkamp, „wir haben gerade drei Elektrobusse bestellt, die im Herbst 2018 geliefert werden. Damit wird in einem Jahr mehr als 40% der Busflotte aus Fahrzeugen bestehen, die den Ansprüchen an die höchsten Abgaswerte entsprechen. Die anderen Busse“, so Werner Overkamp weiter,“ erfüllen die zweithöchste Abgasnorm
EEV (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle).  

Mehr Raum für Rollstühle, Kinderwagen und Rollatoren 

4,55 Mio. Euro hat die STOAG in die hochwertig ausgestatteten Fahrzeuge mit den 360 bzw. 300 PS starken Motoren investiert. Sie verfügen wie die Vorgänger über Fahrgast-Informationssysteme, Videokameras, Klimaanlagen und Rollstuhlrampen. „Durch die Außenschwenk-Schiebetüren vergrößert sich der Ein- und Ausstiegsbereich im Bus“, erläutert  Stefan Thurm, der die Werkstatt der STOAG leitet. „Das großzügige Raumkonzept im Bereich der zweiten Türe kommt nicht nur Rollstuhl- und Rollatorennutzern entgegen, sondern auch Fahrgästen mit Kinderwagen und mit großem Gepäck.“ Die Bereiche sind zudem mit Klappsitzen ausgestattet, die eine flexiblere Nutzung des Innenraumes ermöglichen. Insgesamt verfügen die Fahrzeuge über eine Kapazität von 153 Sitz- und Stehplätze im Gelenkbus und 113 Sitz- und Stehplätze im Solobus. 

Zuverlässige Zahlen für die Planer 

Für die Verkehrsplaner der STOAG sind die Fahrgastzählgeräte über den Türen der Solobusse wichtig. „Tagesaktuell zählen diese Fahrzeuge die ein- und aussteigenden Fahrgäste an den Haltestellen“, so Stefan Thurm. „Diese verkehrsplanerisch relevanten Zählsysteme erfassen über Sensoren im Bereich der Türen den Ein- und Ausstieg der Fahrgäste und liefern aktuelle Fahrgastzahlen. Das  ermöglicht es uns, die Fahrzeugauslastungen und die Liniennutzungen unserer Fahrgäste zu erkennen und diese planerisch zu verwerten. Auch für die Planung und den Einsatz von Bussen nach Größe - also ob Solo- oder Gelenkbusse - und das Fahrplanangebot auf den einzelnen Linien, sind diese Daten sehr wertvoll“, so Stefan Thurm weiter.