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Ladestation Sterkade Bahnhof
Elektromobilität in Oberhausen

Das Projekt

In dem Projekt der STOAG wird die Entnahme des Gleichstroms zur Schnellladung der Batterie eines Batteriebusses sowohl aus einem Unterwerk als auch aus einer Fahrleitung der Straßenbahn realisiert. Auch die Batterie-Fahrzeuge anderer Verkehrsträger können aus den vorhandenen Infrastrukturen schnellgeladen werden. Um dieses zu demonstrieren, wird in einem weiteren Projekt die Ladeenergieentnahme für drei Pkw-Schnellladesäulen verwirklicht.

Die Entnahme der Ladeenergie für die beiden Elektrobusse erfolgt zum einen aus dem Unterwerk Neumarkt der Straßenbahn im Stadtteil Sterkrade, zum anderen direkt aus der Fahrleitung am Bahnhof Sterkrade.

Entnahme der Ladeenergie aus dem Unterwerk Neumarkt

Aus der folgenden Abbildung ist das Prinzip der Energieentnahme aus dem Unterwerk Neumarkt ersichtlich.

                              Abb.: Prof. Dr. Ing. Müller-Hellmann

 

 

Es ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur die Komponenten des Unterwerks zur Erzeugung der Gleichspannung mitbenutzt werden können, sondern auch die Unterbringung des Hochleistungsladegerätes zur Regelung des Ladestroms der Batterien  im Unterwerk ermöglicht wird. Es muss demnach kein weiteres Gehäuse in Form eines Gebäudes oder eines Containers zur Unterbringung der Komponenten zur Schnellladung der Batterien des Elektrobusses errichtet werden.

 

Entnahme der Ladeenergie aus der Fahrleitung am Bahnhof Sterkrade

Die folgende  Abbildung verdeutlicht das Prinzip der Energieentnahme aus der Straßenbahn-Fahrleitung am Bahnhof Sterkrade.

Anlagen nach diesem Prinzip werden insbesondere dann angewendet, wenn sich optimal gelegene  Schnelllademöglichkeiten, z. B. an Knotenpunkten mehrerer Buslinien, in der Nähe einer Fahrleitungsanlage befinden.

                              Abb.: Prof. Dr. Ing. Müller-Hellmann

 

Der Gleichstrom zur Schnellladung der Batterien des Elektrobusses wird in diesem Fall mittels eines Mastschalters aus der Fahrleitung entnommen. Im Outdoor-Schrank 1 befindet sich ein Leistungsschalter für den Kurzschlussschutz. Am Eingang des Schrankes sichert ein Überspannungsableiter die Anlage gegen Überspannungen durch Blitzschlag etc. Im Outdoor-Schrank 2 ist das Schnellladegerät zur Regelung  des Ladestroms der Batterien untergebracht.

 

Entnahme der Ladeenergie für Pkw-Schnellladesäulen aus der Fahrleitung am Bahnhof Sterkrade

Die folgende  Abbildung zeigt die Erweiterung der Anlage zur Entnahme der Ladeenergie zur Schnellladung der Batterien eines Batteriebusses am Bahnhof Sterkrade und drei zusätzliche 50 kW-Schnellladesäulen für Pkw. Elektro-Pkw können je nach Hersteller zusätzlich zum normalen Ladeanschluss mit einer Schnellladefunktion ausgerüstet sein. Um auch hier die Elektromobilität zu unterstützen, hat die Energieversorgung Oberhausen AG zusätzlich zu den fünf bereits im Stadtgebiet errichteten Ladestationen nun die ersten zwei öffentlich zugänglichen Schnellladestation in Oberhausen errichtet. Die dritte Schnellladesäule ist für Dienstfahrzeuge der STOAG und anderer Verkehrsunternehmen im VRR reserviert.

                             Abb.: Prof. Dr. Ing. Müller-Hellmann

  

Einsatz im Linienverkehr

Die zwei Elektrobusse werden auf den Linien 962 (Umlauflänge 15,6 km) und 966 (Umlauflänge 13,3 km) auf Oberhausener Stadtgebiet eingesetzt. Beide Linien verkehren im 60 Minuten-Takt, sodass jeweils nur ein Fahrzeug benötigt wird. Nach jedem Umlauf wird die Batterie des Busses an der Endhaltestelle innerhalb von etwa zehn Minuten mit 220 kW schnellgeladen.  

Resümee

Mit diesen drei Projekten wird die hohe Relevanz vorhandener Gleichspannungsinfrastrukturen des ÖPNV zur kostengünstigen Realisierung dringend benötigter Schnelllademöglichkeiten für ÖPNV-Elektrobusse und Batteriefahrzeuge anderer Verkehrsträger verdeutlicht.

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