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25 Jahre Trasse - 25 Jahre Comeback der Straßenbahn

Vor 25 Jahren am 1. Juni 1996 war es soweit – Oberhausen hatte wieder eine Straßenbahn. Fast 30 Jahre nach ihrer Abschaffung wird die Straßenbahn als attraktives Verkehrsmittel wieder eingeführt.1897 feierte man sie in Oberhausen als erste kommunale Straßenbahn Deutschlands, 1968 musste sie zugunsten eines erweiterten Bussystems weichen. Mit dem Bau der ÖPNV-Trasse, auf der unabhängig vom Individualverkehr Busse und Straßenbahnen staufrei zwischen dem Oberhausener Hauptbahnhof und Sterkrade verkehren, beginnt für Oberhausen und für die STOAG ein neues Kapitel Verkehrsgeschichte.

In den achtziger Jahren erkannte man vielerorts, dass der Stadtverkehr immer weniger stadt-, sozial- und umweltverträglich ist. Am 8. Februar 1993 verabschiedet der Rat der Stadt Oberhausen einen neuen Verkehrsentwicklungsplan mit dem Ziel, einen stadtverträglichen Verkehr zu entwickeln. Am 7. Februar 1994 fasst der Rat der Stadt einen Grundsatzbeschluss zum ÖPNV – darunter die wegweisende Entscheidung, die Straßenbahn in Oberhausen wiedereinzuführen. Denn auf einer 150 ha großen Industriebrache in der geografischen Mitte Oberhausens soll ein großes Einkaufszentrum und Freizeitareal entstehen – die Neue Mitte.

Der tiefgreifende städtebauliche und wirtschaftliche Wandel hat Mobilitätswünsche verändert und ein neues modernes Nahverkehrssystem erforderlich gemacht. Ein Drittel der täglich erwarteten 75.000 Besucher der Neuen Mitte soll – so der Plan – mit öffentlichen Verkehrsmittel anreisen. Pläne einer normalspurigen Stadtbahn wurden im Vorfeld ebenso verworfen wie die einer S-Bahn. Eine kombinierte Straßenbahn-Bus-Trasse, die unabhängig vom motorisierten Individualverkehr ist, schien am einfachsten und am schnellsten zu realisieren. Stadt Oberhausen und Stadtwerke Oberhausen entwickeln eine vollkommen neue ÖPNV-Konzeption, die bei hoher Transportkapazität und gleichzeitig erheblich verkürzter Fahrzeit die Attraktivität des ÖPNV erhöht und den wünschenswerten Umstieg vom Individualverkehr auf den öffentlichen Nahverkehr begünstigt.

 

Rekordverdächtige Bauzeit

Die Bauarbeiten beginnen am 4. August 1994. In einer Rekordzeit von nur 22 Monaten wird auf stillgelegten Trassen der Deutschen Bahn und der Thyssen Werksbahn eine Nahverkehrstrasse und auch die Straßenbahn-Zulaufstrecke von Mülheim errichtet. Insgesamt ist die Straßenbahnstrecke 8,4 Kilometer lang und wird 1996 zum Rückgrat des neuen STOAG-Netzes.

Die Straßenbahn ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den nördlichen und südlichen Stadtteilen Oberhausens. Gleichzeitig stellt sie eine wichtige Verbindung zwischen den traditionell eng verflochtenen Städten Mülheim und Oberhausen dar.

13 neue Haltestellen entstehen entlang der Trasse, alle wurden von renommierten Architekten entworfen. Die Haltestelle Neue Mitte ist besonders markant gestaltet, die Architektur stammt vom Büro Parade & Partner aus Düsseldorf. Die Dachkonstruktion soll an die Industriegeschichte des Grundstücks, auf dem die Neue Mitte entstand, erinnern.

 

Die neue STOAG: schneller, pünktlicher, flexibler

Das neue Verkehrsnetz begeistert die Fahrgäste mit neuen Linien, neuen Takten, kürzeren Fahrzeiten, größerer Zuverlässigkeit und neuen Fahrzeugen. Im Zuge der neuen Netzkonzeption beschafft die STOAG im Jahr 1996 insgesamt 53 Busse – 29 Gelenkbusse und 24 Solobusse - und sechs Niederflur-Straßenbahnen. Die Investitionen in Höhe von rund 255 Mio. DM für die Trasse (Förderung von 90% nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz mit Mitteln des Bundes und des Landes NRW) und 46 Mio. DM für die neuen habe sich gelohnt. Die Fahrgastzahlen sind deutlich gestiegen, ebenso der Verkehrsanteil des ÖPNV. Auch heute noch ist die ÖPNV-Trasse das Herz des öffentlichen Nahverkehrs in Oberhausen.

25 Jahre – ein Grund zum Feiern.

Am Sonntag, den 30. Mai, waren drei historische Straßenbahnen zwischen 11 Uhr und 17 Uhr auf der Trasse zwischen den Haltestellen Landwehr und Sterkrade Neumarkt unterwegs . Eine Mitfahrt war zwar coronabedingt nicht möglich, aber allein der Anblick der Oldtimer hat die Herzen von ganz vielen großen und kleinen Straßenbahnfans höherschlagen lassen. Zu sehen waren der TW25 der STOAG, der TW 888 und der GTW705 der Ruhrbahn. Da der  TW96 der BOGESTRA aufgrund eines Kanalrohrbruchs auf der Strecke nicht dabei sein konnte hat die Ruhrbahn kurzerhand den TW1530 eingesetzt. Das Fahrzeug aus dem Jahr 2001 ist zwar nicht ganz so alt, ist aber wegen der Jubiläumslackierung anlässlich 125 Jahre Straßenbahn in Essen und 30 Jahre VHAG besonders schön anzusehen.Die Resonanz auf die Show der Straßenbahnen war riesig. Vielen Dank an alle, die dabei waren.

Die Trasse stellt die perfekte Verbindung zwischen Alt-Oberhausen und Sterkrade dar. Wussten Sie, dass die Haltestellen der Trasse ideale Ausgangspunkte für große und kleine Spaziergänge sind? Wir haben zehn schöne Spaziergänge mit einer Länge zwischen einem und sechs Kilometern für Sie zusammengestellt. Lassen Sie sich überraschen, was es unterwegs alles zu entdecken gibt!

Unsere 10 Trassenspaziergänge

 

Sie hätten gerne etwas mehr action bei Ihren Spaziergängen? Dann sind vielleicht die Geocaching-Touren für Sie das Richtige. Einige davon starten auch an Haltestellen der Trasse. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Seite Geocaching.

Historische Straßenbahnen zu Gast in Oberhausen