Am 1. Juni 2026 feiert die STOAG ein bedeutendes Kapitel ihrer Mobilitätsgeschichte: Die ÖPNV‑Trasse und die Rückkehr der Straßenbahn in Oberhausen werden 30 Jahre alt. Drei Jahrzehnte, in denen eine mutige und zukunftsweisende kommunalpolitische Entscheidung die Weichen für ein modernes und leistungsfähiges Nahverkehrssystem gestellt hat und diese bis heute prägt.
Ein Meilenstein für die Stadt: Die Entscheidung von 1994
Als der Rat der Stadt Oberhausen am 7. Februar 1994 die Wiedereinführung der Straßenbahn beschloss, war dies ein visionärer Schritt. Parallel zur Entwicklung der Neuen Mitte entstand ein völlig neues Mobilitätskonzept, das den erwarteten Besucherzahlen – damals rund 75.000 Menschen täglich – gerecht werden sollte.
Herzstück dieses Konzepts: eine vom Individualverkehr unabhängige, leistungs-fähige ÖPNV‑Trasse. Auf ehemaligen Bahnflächen der Deutschen Bahn und der Thyssen-Werksbahn entstand in nur 22 Monaten Bauzeit eine moderne Verbindung vom Hauptbahnhof über die Neue Mitte bis zum Sterkrader Bahnhof bzw. Neumarkt. 13 neue Haltestellen wurden errichtet, gestaltet von renommierten Architekturbüros. Die Haltestelle Neue Mitte ist besonders markant gestaltet, die Architektur stammt vom Büro Parade & Partner aus Düsseldorf. Die Dachkonstruktion erinnert an die Industriegeschichte des Grundstücks, auf dem die Neue Mitte entstand.
Das Comeback der Straßenbahn
Die Rückkehr der Straßenbahn wurde durch die enge Kooperation mit den Verkehrsbetrieben aus Mülheim (heute Ruhrbahn) möglich. Sie übernahmen die Ausbildung der Fahrerinnen und Fahrer und betreuen bis heute die sechs grünen Oberhausener Straßenbahnen. Darüber hinaus hat sich die STOAG zusammen mit Ruhrbahn und SWK MOBIL in 2025 auf eine gemeinsame Beschaffung neuer Straßenbahnen verständigt.
Das neue Netz erforderte einen erweiterten Fuhrpark: 29 Gelenkbusse, 24 Solobusse und sechs Straßenbahnen wurden im Jahr 1996 beschafft. 170 Haltestellen wurden stadtweit umgebaut und dynamische Anzeigetafeln an stark frequentierten Haltestellen eingeführt.
ÖPNV-Trasse 2026
Auch 2026 bildet die ÖPNV‑Trasse, das vom Autoverkehr getrennte, barrierefreie Schnellverkehrssystem, das Rückgrat des Oberhausener Nahverkehrs.
Gleichzeitig richtet die STOAG den Blick konsequent nach vorn: Der Fuhrpark wird Schritt für Schritt modernisiert, unter anderem durch den zunehmenden Einsatz von Elektrobussen. Parallel dazu investiert die STOAG in den Ausbau der Ladeinfrastruktur, in moderne Betriebstechnik und in digitale Services, die den ÖPNV komfortabler und effizienter machen. Auch infrastrukturell bleibt Oberhausen in Bewegung: Die Trasse bietet ideale Voraussetzungen für einen weiteren Ausbau des klimafreundlichen Verkehrs – etwa durch den Lückenschluss der Straßenbahnlinie 105.
30 Jahre – ein Anlass zum Feiern
„Vor 30 Jahren hat Oberhausen mit der Entscheidung für die ÖPNV-Trasse und die Rückkehr der Straßenbahn echten Mut bewiesen. Diese Weichenstellung prägt unsere Stadt bis heute: Sie steht für leistungsfähige, klimafreundliche Mobilität und für die Fähigkeit, große Veränderungen vorausschauend zu gestalten. Für uns bei der STOAG ist dieses Jubiläum deshalb nicht nur ein Anlass zum Rückblick, sondern vor allem ein Ansporn, den Nahverkehr weiter konsequent zu modernisieren und noch attraktiver zu machen – für die Menschen in Oberhausen und die Region“, freut sich STOAG-Geschäftsführer Werner Overkamp über das besondere Jubiläum.








